Der Straighter Putter – erste Reaktion (Teil 1)

Einen Putter zu testen und dabei fair zu sein, ist relativ schwierig, finde ich. Kein Schläger in Deinem Bag ist so sehr „Gewohnheitssache“, bei keinem Schläger gibt es kontroversere Diskussionen – und bei keinem Schläger gibt es so viele unterschiedliche Ansichten und Vorgehensweisen, die alle nicht falsch oder richtig sind. Meiner Meinung nach kommt es bei keinem anderen Schläger so sehr einfach nur darauf an, dass er funktioniert. Und bei keinem anderen Schläger ist es so egal und individuell, WIE er funktioniert. Aus diesem Grund habe ich mich entschlossen, hier keinen 0815-Test zu machen, sondern eher einen Erfahrungsbericht zu liefern.

(Ihr könnt einen Straighter Putter gewinnen! Das Gewinnspiel findet Ihr ganz unten unter diesem Blogeintrag. Wäre aber schon cool, wenn Ihr den Eintrag auch lest, bevor ihr mitmacht...)

Als Marcus Schraufstetter, Geschäftsführer der Straighter Putter UG und Erfinder des Straighter Putter, mich ansprach, ob ich seinen Putter testen möchte, sagte ich ihm sofort: „Ja, ich teste ihn gern – aber ich warne Dich direkt vor, der Test kann direkt mit den ersten 3 Putts auch negativ ausfallen.“ Marcus sagte, das sei OK, er wisse, dass es hier hauptsächlich um das Gefühl ginge, und er fände es interessant zu wissen, wie mein Gefühl zu seinem Putter aussieht.

Gesagt, getan. Er gab mir die 33 Inch-Ausführung seines ST-16, also dem neuesten Modell. Er wollte mir dazu seine übliche Einführung geben, aber ich habe abgelehnt. Ich möchte gerade wenn es um Gefühlssachen geht, völlig unbeeindruckt und unbeeinflusst an eine Sache herangehen. Der einzige Tipp, der ihm im Gespräch dann doch heraus rutschte, war: „Der Putter ist schwer, aber Du musst auf das Gewicht keine Rücksicht nehmen. Schwing genau so, wie Du es normalerweise tust.“

Größtes Problem für mich: der Look

Nun hatte ich ihn also hier liegen. Viel davon gehört, schon öfters auf den Greens bei Turnieren gesehen. Und immer wieder von meiner Seite aus – ohne ihn mal vernünftig gespielt zu haben – ablehnend reagiert. Ich finde den Putter vom Aussehen her einfach nicht schön. Er sieht klobig aus, finde ich. Die Breite des Kopfes ist gewöhnungsbedürftig. Kein Wunder, wird ja auch angegeben, dass er rund 50% breiter ist, als ein „normaler“ Putterkopf.

Durch die neue Mallet-Form des CW-16 (rechts im Bild) bleibt mehr Platz für eine verlängerte Ziellinie. Toll, dass Straighter Putter hier auf Feedback reagiert - und dieses für neue Modelle umsetzt.

Und auch mein Testmodell ST-16 sieht genau so aus. Kannte ich das Vorgängermodell, den CW-14 mit einer klassischen Blade-Form ja nun schon, weil ich ihn oft genug gesehen hatte, so überraschte mich der ST-16 mit einer Mallet-Form. Und nahm damit sofort einen meiner alten Kritikpunkte aus dem Spiel: die Ziellinien auf dem Putter waren bei der alten Ausführungen für meinen persönlichen Geschmack viel zu kurz. Wenn ich über dem Ball stand hatte ich nicht das Gefühl, hier vernünftig zielen zu können. Beim ST-16 hat sich durch die Formveränderung von Blade zu Mallet nun auch dieses Problem gleich mit erledigt. Durch die verlängerte Form (siehe Foto), sind die Ziellinien nun klarer und deutlicher zu erkennen, und sind sinnvoll verlängert worden.

Ein paar Tage später – ich hatte andere Dinge zu tun und auch noch Zeit, bis zum vereinbarten Veröffentlichungs-Termin meines Tests – fand im Golfcourse Siebengebirge eines unserer WLG-AfterWork Turniere statt. Und diese Turniere sind ja meine Zeit zum Golfspielen. Während die Teilnehmer um Punkte kämpfen, fahre ich meistens auf dem Platz herum und spiele freie Löcher – oder teste Produkte. Ich machte mich also auf dem Green 11 im Siebengebirge breit, stellte meine Kamera auf um auf keinen Fall meine ersten Reaktionen auf das neue Arbeitsgerät in meiner Hand zu verpassen und damit auch nichts zu verfälschen.


Das Video zur First Reaction:


Und die ersten Reaktionen zum Nachlesen:
Gezwungen zu einer besseren Putt-Bewegung

Während ich die ersten Putts mache merkte ich mal wieder, dass ich auch beim Putten meinen „eigenen Schwung“ habe. Und zwar verläuft meine Schwungbahn mit dem Putter von aussen nach innen. Mit meinem normalen Modell ist das kein Problem und antrainiert – ich schneide den Ball förmlich ein bisschen an und habe das so verinnerlicht, dass ich das recht gut kontrollieren kann.

Das ist mit dem Straighter Putter nicht möglich. Hier muss man wirklich mit einer geraden Pendelbewegung arbeiten. Dadurch, dass er so schwer und breit ist, erhält er natürlich eine gewisse Trägheit – und genau das ist es ja auch, was ihn so besonders macht. Ein Handgelenkeinsatz um im letzten Moment zu korrigieren ist also nicht möglich. Das wiederum ist eine gute Sache, denn so gewöhnt man sich einen geraden Puttstroke an – der leichter wiederholbar und damit auch erfolgsversprechender ist.

Der Ball startet in die Richtung, in die geschwungen wird. Und so sollte es beim Putten ja bilderbuchmäßig auch sein. Ich habe viel Ballgefühl und merke solche Dinge schnell – und kann glücklicherweise auch sofort reagieren und mich darauf einstellen. Also entschließe ich mich dazu, meinen Putting Stroke zu verändern und an die vorgegebenen Verhältnisse durch den Straighter Putter anzupassen. Und siehe da: wenn mir das gelingt, geht der Ball nicht mehr links am Loch vorbei.

Durch meinen antrainierten „Putt-Slice“ ist nämlich genau das – neben fehlender Distanzkontrolle und natürlich dem falschen Lesen von Breaks – mein Manko. Gleiche ich meine "falsche" Puttbewegung nicht aus, so endet mein Ball immer links vom Loch. Der Straighter Putter hilft mir durch seine Trägheit sehr dabei, ruhiger zu putten.

Ruhiger putten durch Trägheit und Gewicht

Kommen wir damit zu meinem persönlichen Phänomen mit dem Straighter Putter. Ich sagte ja bereits, dass ein Putter wirklich Gefühlssache ist und Gefühle natürlich individuell sind. Ich habe ab dem ersten Putt sofort das Gefühl, dass meine gesamte Puttbewegung verlangsamt ist – und dadurch genauer wird.

Wie im Computerspiel. Mit dem Straighter Putter wird der Pfeil langsamer - und ein guter Kontakt leichter möglich

Vorstellen kann man sich das wie bei Computerspiel. Sicher habt ihr schon einmal eines dieser Golfspiele ausprobiert, wo man einen Punkt in der Mitte hat und ein Pfeil sich von links nach rechts immer über diesen Punkt bewegt. Lässt man genau auf dem Punkt los, so landet man einen perfekten virtuellen Schlag. Weicht man von der Mitte ab, so ist der Schlag nicht mehr so gut. Und hier ist es so, dass dieser Pfeil sich anfangs schneller von links nach rechts bewegt – es also schwieriger ist, die Mitte zu treffen. Im Verlauf des Spiels wird dann diese Links-Rechts-Bewegung langsamer – und ein Mittentreffer einfacher und wahrscheinlicher. Genau so fühlt sich der Straighter Putter an. Durch die Trägheit und die dadurch erzwungene, sauberere Pendelbewegung verlangsamt sich gefühlt die Links-Rechts-Bewegung und ein sauberer Kontakt mit dem Ball scheint einfacher und wiederholbarer zu sein.

Distanzkontrolle? Oh ja.

Ich merkte nach den ersten beiden Putts, dass diese zu kurz blieben. Und sofort erinnerte ich mich an den einzigen Tipp von Marcus – und gab bei den nächsten Putts mehr Gas. Nämlich soviel, wie ich gefühlsmäßig auch mit meinem normalen Putter gegeben hätte. Und siehe da: die nächsten beiden Putts fielen.

Ich baue mir einen Puttkreis und platziere sechs bis acht Bälle als Kreis um das Loch herum, um diese Nacheinander einzulochen. Auf die Breaks achte ich nicht besonders, es geht mir darum zu testen, ob ich mit dem Straigher Putter eine Wiederholbarkeit und Distanzkontrolle herstellen kann, die ich mit meinem normalen Putter über die Jahre antrainiert habe. Und auch hier fällt mir wieder sofort auf: meine Pendelbewegung verbessert und festigt sich sofort – denn ich habe überhaupt keine andere Möglichkeit, als gerade zu pendeln. Weiche ich ab, geht der Ball direkt vorbei. Treffe ich korrekt, ist er drin.

Im Anschluss mache ich eine Übung, die ich nutze, um einzuschätzen, wie viel Gas ich aus einer gewissen Distanz benötige, um am Loch zu landen. Und aus diesem Erfahrungswert schätze ich dann für die nächsten Putts ab, wie fest ich putten muss. Ich stelle fest: einmal korrekt „eingestellt“, ist es für mich persönlich leichter, diese Bewegung so exakt wie möglich zu kopieren und damit in etwa dasselbe Ergebnis – nämlich einen Ball in derselben Entfernung zu platzieren – zu erzielen.

 


 

FAZIT STRAIGHTER PUTTER NACH DEM ERSTEN TESTEN:

  1. Ich bin überrascht – und zwar positiv.
  2. Durch die Trägheit des Straighter Putters, die sich aus aus Gewicht und Form ergibt, kommt es mir so vor, als sei die Puttbewegung deutlich verlangsamt und damit genauer und wiederholbarer. Besser Putten also möglich.
  3. Das Problem der zu kurzen Ziellinien auf dem Putter hat sich vom alten Model CW-14 auf das neue Modell ST-16 durch eine Formänderung von Blade zu Mallet von selbst erledigt.
  4. Ich finde ihn leider immer noch nicht schön. Das alte Modell in weiß finde ich aber schöner, als das neue. Vielleicht wäre es sinnvoll und möglich, hier auch nochmal verschiedene Farbvarianten anzubieten?

 


Gekauft werden kann der Straighter Putter direkt beim Hersteller für 289,- EUR. Auf der sehr übersichtlich gestalteten Webseite erhält man außerdem kostenfreie Trainings-Videos, Informationen zum Unternehmen Straighter Putter UG und wird über aktuelle Ereignisse des tollen Projekts "Rookie of the Year" auf dem Laufenden gehalten.

Web: straighter-putter.de         Facebook


Dieser Erfahrungsbericht entstand in freundlicher Zusammenarbeit mit der Straighter Putter UG.

 

Wir lieben Golf-Empfehlung

Obwohl er mir vom Look her nicht zusagt, vergebe ich für den Straighter Putter gern das "Empfohlen von Wir lieben Golf"-Siegel. Warum? Der Putter kann meiner Meinung nach sehr dabei helfen, besser zu putten. Und es gibt sicher Leute, denen der Look gefällt.

Und besser Putten, das möchten wir doch alle, oder?

*** Werbung *** 

Übrigens: Alex nutzt zum Putten zuhause dieses
Putting Green!

GEWINNE EINEN STRAIGHTER PUTTER

Ich werde mit dem Straighter Putter jetzt noch 2-3 mal ausgiebig trainieren und versuchen, solche Dinge wie die Veränderung der Schwungbewegung bildlich festzuhalten – und dann den zweiten Teil des Erfahrungsberichts zu veröffentlichen. In der Zwischenzeit habe ich mich dazu entschlossen, das freundliche Angebot von Marcus Schraufstetter anzunehmen, und einen Straighter Putter zu verlosen.

Um am Gewinnspiel teilzunehmen musst Du folgendes tun.

1.
Bitte melde Dich über dieses Kontaktformular für den Newsletter von Wir lieben Golf an:





2.
Bitte schenke der Facebook-Seite von Straighter Putter ein Gefällt mir.

 

Verlost wird unter allen, die diese beiden Kriterien bis zum 10.05.2017 um 23:59 Uhr erfüllt haben. Verlost wird ein Straighter Putter. Dieser wird natürlich an Deine Bedürfnisse angepasst (Länge, Rechtshand / Linkshand nach Verfügbarkeit). Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Wir lieben Golf ist nur für das Angebot dieses Gewinnspiels verantwortlich und gibt die Gewinnerdaten an die Straighter Putter UG zur Durchführung weiter. Viel Erfolg!

Facebook Profile photo

WLG_Alex

Alex betreibt eine Kommunikations-Agentur spezialisiert auf Golfsport und ist Gründer von „Wir lieben Golf“. Er liebt schön anzusehende Par3-Löcher, trainiert ausschließlich sein kurzes Spiel und möchte „Wir lieben Golf“ zur besten Golf-Community Deutschlands machen.

2 Gedanken zu „Der Straighter Putter – erste Reaktion (Teil 1)

  • 3. Mai 2017 um 11:11
    Permalink

    schön gemacht, sehr hilfreich für die Auswahl. Danke!

    Antwort
    • Facebook Profile photo
      8. Mai 2017 um 22:35
      Permalink

      Danke, Markus!

      Antwort

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.